Ras al Khaimah – Urlaub & Sehenswürdigkeiten

Das kleine Emirat Ras al Khaimah, das übersetzt als „Spitze des Zeltdaches“ bezeichnet wird, ist eine wahre Perle des Orients und das ganze Jahr über für einen Urlaub zu empfehlen. Die weißen Sandstrände, aber auch die Natur im Hinterland sowie die kulturellen Highlights sorgen dafür, dass dieses Reiseziel sowohl für Jung und Alt wie auch für Familien, Singles und Paare gleichermaßen geeignet ist. Sie finden hier beeindruckende Hotels und Ressorts, die vielfach mit umfangreichen Spa-Landschaften ausgestattet sind. Hier lässt es sich bequem entspannen und genießen.

 

Ras al Khaimah: Klima und Wetter

Strand RAKDas Emirat Ras al Khaimah bietet Urlaubern ein subtropisches Klima, welches vor allem an der Küste ganzjährig für sehr hohe Temperaturen und wenige Regentage sorgt. Im Hinterland, im Hadschar-Gebirge, sorgen hingegen oft heftige Regenfälle dafür, dass die Natur hier deutlich grüner ist. Der Regen bahnt sich in dieser Zeit seinen Weg in Richtung Küste, wo mit diesem Wasser eine gezielte Bewässerung von Dattel- und Palmenhainen möglich ist. So können auch die eher trockenen Küstenabschnitte ohne Probleme begrünt werden.

Die beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Ras al Khaimah sind die Monate September bis Mai. In dieser Zeit liegen die durchschnittlichen Temperaturen zwischen 20-25 Grad, die Luftfeuchtigkeit hingegen schwankt zwischen 40-50 Prozent. Diese Zeit ist für alle Menschen ideal, die weniger heiße Temperaturen suchen, aber dennoch erholsam am Strand entspannen wollen. Wem die Hitze nichts ausmacht, kann natürlich auch in den Sommermonaten Juli bis August ins Emirat reisen. In diesen Tagen ist es durchaus möglich, dass das Quecksilber auf mehr als 42 Grad ansteigt, auch in der Nacht kühlt es nur sehr wenig ab. Durch die hohen Temperaturen und die Nähe zum Meer erhöht sich in diesen Monaten natürlich auch die Luftfeuchtigkeit, was bei Reisen beachtet werden sollte.

Tipp: Alle Hotels und Einkaufszentren sind in Ras al Khaimah mit Klimaanlagen ausgestattet, sodass auch die Sommermonate kein Problem darstellen sollten.

Die Anreise nach Ras al Khaimah

Obwohl das kleine Emirat etwa 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt einen internationalen Flughafen betreibt, gibt es derzeit noch kaum Angebote für Direktflüge von Deutschland. Anders sieht es da im nahe gelegenen Dubai aus. Viele Airlines bieten von deutschen Flughäfen aus Direktflüge an, die sowohl in der Haupt- wie auch in der Nebensaison genutzt werden können. Vom Dubai aus ist es anschließend möglich, sowohl mit dem Taxi wie auch einem Mietwagen ins Hotel zu fahren. Die Entfernung beträgt je nach Lage des Hotels zwischen 80-100 Kilometer, was einer durchschnittlichen Fahrzeit von einer Stunde entspricht. Alternativ ist es auch möglich, den Flughafen in Abu Dhabi zu nutzen, die Entfernung nach Ras al Khaimah beträgt zwischen 210-230 Kilometer.

Tipp: Wenn Sie flexibel reisen, sollten Sie sich die Flugpreise für unterschiedliche Tage anzeigen lassen. Meist sind Flüge an Wochentagen deutlich günstiger als am Wochenende.

Wird die Weiterfahrt mit dem Mietwagen gewünscht, sollte dieser bereits zu Hause gebucht werden. Nicht nur, dass hier verschiedene Angebote problemlos gegenüber gestellt und Preise verglichen werden können, es ist auch möglich, die Mietwagenbedingungen und vor allem die Versicherungsbedingungen auf Deutsch zu lesen. Verständigungsprobleme gibt es so nicht.

Einreisebedingungen nach Ras al Khaimah

Vor einer Reise ins Wüstenemirat sollten Urlauber unbedingt prüfen, welche Voraussetzungen für eine Einreise gelten. Seit dem neuen EU-Abkommen vom Mai 2015 können Bürger der Europäischen Union nun ganz ohne Visum in die Arabischen Emirate einreisen. Bislang war eine Einreise lediglich mit Visum und nur für einen Zeitraum von 30 Tagen möglich. Seither jedoch dürfen EU-Bürger nun 90 Tage im Land bleiben. Hierfür wird lediglich ein deutscher, gültiger Reisepass benötigt. Dieser sollte bei der Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Tipp: Auch für mitreisende Kinder ist es sinnvoll, einen eigenen Reisepass vorlegen zu können.

Impfungen sind für die Vereinigten Arabischen Emirate derzeit nicht vorgeschrieben. Wie das Auswärtige Amt mitteilt, ist es aber sinnvoll, über eine Hepatitis A Impfung zu verfügen bzw. diese aufzufrischen.

Ras al Khaimah bietet Berge, Wüste und Meer

Ras al Khaimah mit BergenRas al Khaimah gehört zu den vielfältigsten der sieben Arabischen Emirate und erfreut sich daher sehr großer Beliebtheit. Hier können Urlauber ihre Zeit nicht nur am Strand verbringen, sondern auch ins Hinterland reisen, um die beeindruckende Bergwelt zu erleben. Die weite Wüste ist ebenfalls für einen Tagesausflug bestens geeignet.

Das Hadjar-Gebirge
Nur wenige Kilometer von der Küste entfernt beginnt das Hadjar-Gebirge, das mit mächtigen Felsmassiven aufwartet. Diese ragen bis zu 2.000 Meter in die Höhe und bildeten über viele Jahre die natürliche Grenze zwischen dem Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wenn es regnet, sammelt sich das Wasser in Wadis, den ausgetrockneten Flussläufen. Diese bringen das Wasser bis in die Küstenregionen, wo es für die Bewässerung von Gärten, Parks und landwirtschaftlichen Flächen genutzt wird.

Die Wüste
Die Wüste von Ras al Khaimah ist etwas ganz Besonderes. Sie leuchtet in einem atemberaubenden Rotton, der wohl von eisenhaltigem Gestein zeugt. Die Dünen hier sind in ihrer Größe und Weite sehr beeindruckend und sollten daher bei einem Aufenthalt unbedingt besichtigt werden. Aber auch die Pflanzenwelt, die den widrigen Bedingungen immer wieder aufs Neue trotzt, ist sehenswert. Hier wird Feuchtigkeit zum Teil jahrelang gespeichert, um das Überleben zu sichern.

Der Persische Golf
Insgesamt verfügt das kleine nördliche Emirat über 65 Küstenkilometer, die sich durch ihr tiefes Blau auszeichnen. Zumeist fällt das Wasser seicht ab, was ein erfrischendes Bad nahezu überall möglich macht. Hier kann man die Anstrengungen des Alltags vergessen, nach einem interessanten Ausflug entspannen oder einfach die Sonne genießen.

Sehenswürdigkeiten in Ras al Khaimah

Ras al Khaimah bietet eine Reihe unterschiedlicher Sehenswürdigkeiten, die von historischen Stätten bis hin zur Kamelrennbahn reichen. Urlauber sollten unbedingt die Gelegenheit zu derartigen Ausflügen nutzen, denn nur so ist es möglich, Land und Leute besser kennenzulernen.

Tipp: Wer nicht mit dem Mietwagen reisen möchte, kann alternativ auch geführte Touren der Reiseveranstalter buchen.

Das Al Hisn Fort Museum
Dieses Museum soll alten Quellen zufolge bereits vor Jahrhunderten eine mächtige Festungsanlage gewesen sein, die in ihrer Geschichte jedoch mehrfach zerstört wurde. Während das erste Fort bereits 1621 von den Portugiesen zerstört wurde, fiel die zweite Festungsanlage 1820 den Briten zum Opfer. Die Bewohner von Ras al Khaiman ließen sich hiervon jedoch nicht beeindrucken und errichten eine neue Anlage, die bis zum Jahr 1964 sogar als Sitz der Herrscherfamilie genutzt wurde. 1987 erhielt es schließlich die heutige Bestimmung und wurde zum Nationalmuseum umgebaut. Es erzählt von der spannenden und wechselvollen Geschichte des Landes und gibt Besuchern einen Einblick in vergangene Zeiten.

Die Geisterstadt Jazi al Hamra
Viele Touristen, die die heutigen Megabauten von Dubai oder Abu Dhabi kennen, können sich kaum vorstellen, dass hier noch vor wenigen Jahrzehnten eher kleine Städte und Dörfer standen, in denen die Menschen zu Hause waren. Jazi al Hamra ist so eine Stadt. Hier lebten die Menschen noch Anfang des vergangenen Jahrhunderts von Fischfang und Perlenhandel. Das Öl jedoch brachte Wohlstand und sorgte dafür, dass immer mehr Menschen ihre Heimat verließen und in die Megametropolen zogen. Heute ist es möglich, bei einem Rundgang diese „Geisterstadt“ zu besuchen und sich in die Zeit zurückzuversetzen, als hier noch Menschen lebten.

Ein Besuch auf der Kamelrennbahn
Kamele sind in den Wüstenemiraten nahezu überall zu sehen. Da verwundert es nicht, dass auch Kamelrennen durchgeführt werden. Die Rennsaison reicht von Oktober bis April, wobei häufig am Freitag sowie am Samstag Rennen angeboten werden. Durch das große Interesse der Touristen sind Kamelrennen nicht mehr nur ein kultureller Lebensbestandteil der hier lebenden Menschen, sie sind auch zu einer wichtigen Einkommensquelle geworden. Interessant sind bei einem solchen Besuch nicht nur die Rennen selbst, sondern auch das Aufwärmen der Tiere oder die Trainingsläufe.

Die ehrwürdige Mohammad Bin Salem Moschee
Im kleinen Emirat Ras al Khaiman befindet sich das wohl älteste religiöse Bauwerk der Vereinigten Arabischen Emirate – die Mohammad Bin Salem Moschee. Bereits im 16. Jahrhundert soll hier eine Moschee gestanden haben, die jedoch zerstört wurde. Um das Gotteshaus zu erhalten, wurde es wieder aufgebaut und im Jahr 2013 einer Renovierung unterzogen. Auf moderne Details wurde bei dieser Renovierung bewusst verzichtet, um die Geschichte zu bewahren. Heute treffen sich hier gläubige Moslems zum Gebet.

Tipp: Die Moschee darf von Touristen nur außerhalb der Gebetszeiten besichtigt werden.

Ausflüge in andere Emirate

Von Ras al Khaimah ist es natürlich auch möglich, in die anderen Emirate einzureisen und dort Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Besonders interessant sind natürlich die Emirate Dubai und Abu Dhabi, die für ihre ehrgeizigen Bauten und einzigartigen Metropolen bekannt sind. Aber auch die Emirate Fudschaira, Schardscha, Adschman und Umm al-Qaiwain sind eine Reise wert. Bei einer solchen Tour lernen Touristen auch die bislang weniger bekannten Orte kennen und können beispielsweise den Blauen Souk mit über 600 Geschäften, das am häufigsten fotografierte Wahrzeichen von Schardscha, kennenlernen. Ausflüge in die anderen Emirate bieten viele Reiseveranstalter als Busreise an, bei der Urlauber sich in Ruhe zurücklehnen und die Schönheit der Natur in Ruhe erleben können.


Tipps: